Indien 2007

Ankunft und Wiedersehen mit Marcose

Sonntag, 22.07. bis Dienstag, 24.7.07

 

So, nun sind wir schon ueber eine Woche unterwegs und kommen nun erst ins Internet. Wie immer haben wir schon viel erlebt. In Chennai wurden wir von unserem lieben Freund und persoenlichem Guide Marcose, den ich vor drei Jahren in Kerala kennengelernt hatte, abgeholt. Unser Flug war ausgesprochen angenehm und wir kamen recht ausgeruht in Indien an.
Mit einem alten Ambassador Taxi fuhren wir gemuetlich nach Mamalapuram, einer kleinen Stadt mit Steinbildhauern, schoenen alten Tempeln. Hier bleibt kein Stein unbehauen. Meine erste Lektion im Handeln konnte ich dort schon bekommen, natuerlich die Souvenirs viel zu teuer gekauft.

Abends laesst sich Rita, wie immer, die Haare bei einem kleinen Frisoer schneiden. Er ist offenbar gehoerlos und tut sich zunaechst sehr schwer mit einer Damenfrisur und ich sah mich schon beim Korrekturschnitt. Aber, dann wurde es immer besser bis zum kroenenden Abschluss, naemlich einer ausgiebigen Kopfmassage mit Oel und Handkantenschlaegen im Nackenbereich. das wollte ich mir auch nicht entgehen lassen. Super angenehm!!
Das Strandleben bot auch Interessantes zu erleben. Zig Familien in bunten Saris, die Maenner in langen Hosen und gebuegelten Oberhemden. Man badet nicht, man steht in voller Montur im Wasser. Die Maenner toben wie Kinder umher und spielen Fangen und das alles obwohl hier das Baden strengstens verboten ist!
Schon bald kommt eine fast zahnlose Wahrsagerin zu uns. Marcose handelt einen vernuenftigen Preis fuer uns aus und schon liest sie aus unseren Handlinien. Nun werde ich offenbar 95 Jahre alt, sollte allerdings eigentlich als Mann geboren werden!!? Zum Glueck sind auch unsere zukuenftigen Reisen gesichert, denn sie sagt uns Wohlstand voraus!
Bei Rita steht entweder ein neues Haus oder ein neues Auto ins Haus. Nun denn! Eine Horde von Indern nimmt regen Anteil an unserem Schicksal, da kommt auch schon der naechste Wahrsager.

Der Wahrsager laesst von seinem Papagei eine Karte auswaehlen

Er bedient sich eines Papageis, der aus einem Stapel von selbstgebastelten Karten eine bestimmte herauspickt und dann freiwillig zurueckwackelt in seinen Kaefig!
Nun zeigen wir auch noch unser Geschick beim Luftgewehrschiessen. Ohne jede Schutzvorrichtung wird hier auf Luftballons geballert, die an einem Tuch befestigt sind. Das Reiten auf Pferden haben wir uns dann lieber geschenkt.
An den kleinen Staenden auf dem Weg zum Strand kann man herrlichen frischen Chilifisch essen und natuerlich den bekannten Chai trinken, einen Gewuerztee mit Milch, der schon bald zur Leidenschaft wird.

Am naechsten Tag radeln wir in ein kleines Nachbardorf, welches hart vom Tsunami getroffen wurde. Die Fischerhuetten aus Strohmatten konnten der Welle natuerlich nicht standhalten. Diverse Hilfsorganisationen haben hier Gelder gespendet und ein neues Dorf mit Steinhaeuschen aufgebaut, was wie eine Ferienhaussiedlung in der Tuerkei anmutet. Eine Familie ist so freundlich, und laesst uns Haus und aussenliegenden Kochbereich besichtigen. Dank Marcose koennen wir auch Fragen stellen, die er uebersetzt, denn Englisch wird hier nicht gesprochen. Vor der Siedliung sieht man noch die Fundamente der Zeltstadt, die nun mit Plastiktueten und Muell uebersaet ist.

 

Pondicherry

Dienstag, 24.07. bis Dienstag 31.07.07

In diesem konfortablen Haus haben wir eine schoene Wohnung mit Kueche und Dachterrasse gemietet.

Mit dem oeffentlichen Bus geht es weiter Richtung Sueden, naemlich in die franzoesisch gepraegte Stadt Pondicherry. Marcose hat uns schon eine Unterkunft reserviert und wir sind gespannt.

Inmitten einer Fischersiedlung haben wir eine drei Zimmer Wohnung mit Kueche, zwei Baedern und vor allem einer riesigen Dachterrasse, direkt am Meer. Hier weht immer eine frische Brise, so dass wir es gut aushalten koennen. Es macht uns viel Spass, das Leben der Familien zu beobachten. Alle sind ausgesprochen freundlich, lassen sich mit Vorliebe fotografieren und an ihrem Leben teilhaben.

 

 

Nach Feierabend spielen die Frauen einfache Spiele mit Steinchen vor ihrem Haus auf der Strasse.

Abends holen sie ihre Matten oder Betten heraus um ihr Essen im Hellen einnehmen zu koennen, die Strasse wird gefegt oder man legt sich schon zur Nacht hin. Dass Fussgaenger, Radfahrer und Mopeds an den Schlafenden vorbeifahren scheint sie nicht zu stoeren, ganz zu schweigen von den Huehnern, Hunden und Kraehen, die hier viel Krach machen und alles im Blick haben.

 

 

 

Eines spaetnachmittags geraten wir in eine Tempelzeremonie. Eine Frau im leuchtenden roten Sari tanzt, ein alter Mann traegt einen orangenen Turban. Ploetzlich wird ein Huhn hin und hergewedelt und eh man sich versieht ist der Kopf auch schon abgehackt. Nachdem die Umstehenden das Huhn bewundert haben fliegt es auch schon unbeachtet in die gegenueberliegende Gasse.
Nun werden noch Pulver verstreut, Kraeuter angezuendet und sechs kleine geschmueckte Holzpferdchen in einer Art Prozession weggetragen. Das Ganze wird begleitet von ohrenbetaeubender “Musik” und Trommelei. Ein Mann schubst mich zur Seite, habe ich ein Tabu verletzt? Nein, er baut gerade selbstgemachte Knallkoerper auf, die hier bei allen Tempelfesten abgeknallt werden.

 

Auf dem Markt werden Jasminblueten zu langen Ketten geknuepft, die das Haar der indischen Frauen schmuecken.

Da wir eine schoene Kueche haben, gehen wir auf dem Markt einkaufen um selber zu kochen. King Size Shrimps fuer ungefaehr 5 Euro das Kilo. Dazu diverse fremdartige Gemuese, die Marcose zum Glueck kennt und hoffentlich auch zubereiten kann. Ladyfingers, Drumsticks, Bittergourd usw.
Neben dem Fischgeruch kann man hier auch kostlichen Jasmingeruch wahrnehmen. Wir kaufen uns eine handgeknuepfte Kette, die die Frauen sich hier taeglich ins Haar stecken. In Pondicherry gibt es zum Glueck keine Alkoholsteuer, somit ist das Bier hier billig und wird von uns gerne abendlich auf der Dachterrasse zusammen mit unserem selbstzubereitetem Essen zu uns genommen.

An Richies Geburtstag stossen wir mit Ritas beruehmten Kaffeschnaps an und bringen Marcose bei zu sagen: Kaffeeschnaps is hej lecker!! was ihm auch im Laufe des Abends immer besser gelingt! Jedoch kennt er sich mit solchen Getraenken gar nicht aus und seine Beine wollen ihm nicht mehr gehorchen.

 

Im tamilischen Teil der Stadt Pondicherry ist der Verkehr laut und chaotisch.

Am Donnerstag radeln wir durch den ohrenbetaeubenden Verkehr entlang der Hauptstrasse Richtung Auroville. Hier wird gehupt was das Zeug haelt. Fussgaenger, Radfahrer, Fahrradrikschas, Mopeds, Kleinbusse, urige Transporter, LKWs, Ochsengespanne und nicht zu vergessen vollbeladene Busse wuseln hier wild durcheinander, Augen zu und durch! Anders geht es nicht. Zoegern ist hier nicht angesagt.

 

 

In Auroville trifft man auf die “Erleuchteten”, so wirken zumindest einige der Europaer, die wir hier sehen. Ein riesiges Gelaende ist durchsetzt mit diversen Siedlungen, zum Teil Seite an Seite mit Doerfern Einheimischer, die in das Leben und die Arbeit in Auroville integriert sind. Verschiedene Projekte kann man hier sehen. Oekologischer Landbau, Kerzen und Raeucherstaebchenherstellung, Textilien, Baeckerei, Ayurveda, Massagen, Yoga usw. wird hier angeboten. Eine Art Grosskommune aus 32 verschiedenen Laendern. Im Zentrum das Matri Mandir, ein Meditationsort in einer riesigen goldenen Kugel. Ueber allem schwebt der wissende Blick der “Mother”. Um dieses Projekt zu verstehen, muss man hier sicherlich laengere Zeit verbringen . Wir kaufen ein leckeres dunkles Brot und radeln nach Hause zurueck.

 

Fahrradunfall

31.07.2007

Unser Sonntagsausflug fuehrt uns zum Paradise Beach. 8 km radeln wir , bis wir zu einem grossen See gelangen. Von hier muss man mit dem Boot zum Strand fahren. Maenner in langen Hosen und Oberhemden, tiptop, sitzen mit uns im Boot und amuesieren sich lautstark, ein Kegelclub? Kaum sind wir am wirklich wunderschoenen Strand, moechten einige der Herren gerne mal auf ein Foto mit uns. Schon bald toben sie im Wasser umher wie die Kinder, viele in Unterhose, ueber der ein durchaus wohlgenaehrter Bauch haengt. Ich ziehe es vor etwas abseits zu schwimmen, denn im Badeanzug geht hier niemand ins Wasser!

Ein Erlebnis der besonderen Art, fuer Frauen eher nicht angesagt, der Besuch einer Arrakbar!

Auf dem Rueckweg machen wir einen kurzen Halt in einem Arrakshop. Eine andere Welt tut sich auf. Marcose ist sichtlich nervoes, kann uns aber nicht von unserem Vorhaben abhalten. Hier gibt es nur Maenner, alles spielt sich draussen ab, macht aber einen duesteren Eindruck. Die reinste Lasterhoehle. Unbehelligt koennen wir hier nicht etwas trinken. Wir werden angestarrt und sofort angesprochen. Ein Junge versucht uns zu schuetzen, aber die Maenner sind nicht zu halten. Marcose sorgt dafuer, dass wir ein stark verduenntes Getraenk erhalten. Ihm steht der Schweiss auf der Stirn, obwohl er sonst eigentlich nie schwitzt….Einige Maenner raten ihm, dass wir diesen lastenhaften Ort doch besser verlassen sollten und wir fuegen uns. Bis zum Fahrrad werden wir noch verfolgt und dann nichts wie weg!
In Pondicherry werden wir von lauter Musik angelockt. Ein weissgekleideter Mann bittet uns einzutreten. In einer riesigen Halle wird ein traditionelles hinduistisches Fest gefeiert, eine Art Initiationsritus. Ein 12jaehriges Maedchen sitzt reich geschmueckt und etwas ungluecklich dreinblickend auf einer Buehne. Sie sieht aus wie eine indische Prinzessin. Festlich gekleidete Gaeste kommen und bringen schoene Geschenke, goldene Ketten, Fruechte, Saris…Alles wird auf der Buehne abgelegt, ein hinduistischer Priester segnet die Sachen und zuendet Kerzen an. Wieder einmal interessant.

 

Leider kann nicht immer alles so schoen sein, an diesem Abend ereilt uns ein Unglueck. Wir sind mit den Raedern auf dem Weg zu einem Restaurant, als Rita einen Platten bemerkt. Marcose besteht darauf, das defekte Rad mitzunehmen, anstatt es angeschlossen zurueckzulassen. Rita sitzt auf meinem Gepaecktrager und Marcose versucht zwei Raeder zu haendeln. Wir fahren durch eine stockdunkle Strasse, ohne eigenes Licht, denn das ist hier nicht ueblich am Rad, als er aus unerfindlichen Gruenden vom Rad stuerzt.
Ein Fuss blutet stark, der andere schwillt sofort dick an. Marcose ist davon ueberzeugt, dass der Fuss gebrochen ist. Mit dem TucTuc fahren wir in das Governmenthospital, wo man kostenlos behandelt wird. Eine riesige Wartehalle mit Stuehlen und umhereilenden Aerzten und Pflegern sowie natuerlich Kranken und Verletzten. Wir sind erschuettert ueber die Zustaende und die hygienischen Bedingungen! Schreiende und laut weinende Menschen werden von Verwandten gebracht. Die Aerzte untersuchen die Patienten in der riesigen Halle. Eine Privatsphaere gibt es hier nicht. Jeder nimmt Anteil an der Krankheit des anderen.
Ein kleiner Junge mit notduerftig verbundener Hand kommt mit seinem Vater. Der Arzt sieht sich seine Hand an, uns wird ganz uebel! Der Zeigefinger ist bis auf die Knochen gequetscht, der Junge weint erbaermlich als die Aerzte nach einer Beratung mitteilen, der Finger muesse abgenommen werden!! Der Oberarzt ist als solcher nicht erkenntlich. Mit einer Baseballcap auf dem Kopf, Jeans und Karohemd wirkt er wie ein deplazierter amerikanischer Tourist, fehlt nur der Fotoapparat. Es dauert, bis wir seine Funktion hier im Hospital erkennen. Aber er scheint kompetent zu sein, erteilt Anweisungen an Assistenzaerzte und Schwestern. Marcose wird zweimal geroengt und endlich wird auch die blutende Wunde versorgt, die den Boden schon ganz rot gefaerbt hat. Das Naehen erfolgt im “Minor Operation Theatre”, was auch immer das bedeuten soll!

Unser Yogameister kann nun keinen Lotussitz mehr zeigen. Ein Fuss ist gebrochen, der andere aufgeschnitten, ein Fahrradunfall!

Der Fuss hat einen feinen Riss, trotzdem Gips fuer 6 Wochen!

Nachdem zunaechst unser Wohnungsvermittler aufgetaucht ist, kommen nach und nach mehr Freunde, zwar nicht unsere oder seine, aber Freunde der Freunde, die Beistand leisten wollen. Bald sind es fuenf! Plus wir beide. Diese Nacht im Hospital war fuer uns sehr beeindruckend und bedrueckend! Zuhause mussten wir erst einmal einen Brandy trinken, Essen fiel aus!!
Leider muss uns unser treuer Begleiter Marcose nun verlassen, denn er kann mit dem Gips gar nichts machen, ausser auf dem Boden herumrobben wie ein Bettler!
Heute Abend trennen sich unsere Wege, er faehrt zurueck nach Cochin, und wir werden den Nachtzug nach Madurai nehmen…

 

Madurai

04.08.2007 

Wir haben die Sleeper Class gewaehlt, und zwar die Upper berths. Das heisst, wir sind in einer Art Grossraumabteil, bzw. mit 8 Personen in drei Lagen. Ganz oben haengen die Ventilatoren unter der Decke, wir frieren!!

Madurai ist eine alte und sehr beruehmte Tempelstadt. Hier gibt es eine riesige Tempelanlage, fast wie eine Stadt, die einen durchaus auch an Staetten wie Tikkal in Guatemala erinnert. 30000 Goetterfiguren sind hier auf den 55m hohen Tempeln verewigt. Beeindruckend!!
Am naechsten Tag buchen wir eine Rundtour in die naehere Umgebung. Hier sind fast nur indische Touristen unterwegs, so dass wir uns den Bus mit einer solchen Grossfamilie teilen. Sehr lustig. Nach jedem Stopp sind wir gespannt, wo wir denn nun sitzen sollen! Ein stetiger Wechsel! Schon bald kommen wir mit dem Familienoberhaupt, einem Landwirt, ins Gespraech. Er ist nur schwer zu verstehen und meint auf unsere Rueckfragen, dass man in Deutschland wohl nur rudimentaere Englischkenntnisse habe. Na ja.

Im Gandhi Museum kann man in einem schwarzen Raum das blutbesudelte Gewand von Gandhi besichtigen, ansonsten die Geschichte Indiens vor und nach der Unabhaengigkeit. Vor einem hinduistischen Tempel, in den wir als Nichthindus nicht duerfen, zerschmettern die Glaeubigen Kokosnuesse, dass es nur so spritzt.

Vor dem Tempel herrscht eine interessante Athmosphaere, wie auf einem Kamelmarkt. Viele Rinder laufen hier herum, durchstoebern die Abfallhaufen, Bettler, Familien mit Kindern, die von weither kommen. Rita verschenkt einen kleinen Teddy an einen kleinen Jungen. Er hat solche Angst, dass er sich lange nicht beruhigen kann.

Der naechste Tempel ist schon von weitem zu erkennen. Eine riesige Kobra und eine Vishnufigur kroenen das Dach. Drinnen darf nicht fotografiert werden. Wir gehen hinein, ein Priester wird gerade gefilmt und spricht in ein Mikrofon.

Minakshi Tempel

Im riesigen Meenakshi Tempel wohnen wir am Abend einer besonderen Zeremonie bei, waehrend der die fischaeugige Goettin Meenakshi zu ihrem Ehemann Shiva gebracht wird. Mit lauten Instrumenten und dem Gesang der Priester werden Schlaflieder fuer die beiden gesungen. Bei dem Krach koennte ich nicht schlafen!
Nachher fanden wir wieder den Wineshop mit angegliederter Bar auf der Dachterrasse, wo wir uns gestern schon von einem sehr zuvorkommenden Angestellten ein Parcel (Viererpack Bier in der Plastiktuete) mitgeben liessen. Heute begruesst er uns mit Handschlag und fuehrt uns gleich die Treppe hoch. Hier werden wir von den anwesenden Maennern unglaeubig angestarrt.
Unser kleiner Freund setzt sich sofort zu uns und weicht nicht mehr von unserer Seite. Mit Kunststuecken beim Biereinschenken versucht er uns zu beeindrucken, was jedoch gruendlich misslingt, das Bier ist auf dem Tisch und nicht im Glas! Schon bald gesellt sich ein junger Student zu uns, der uns ganz eindringlich zu verstehen gibt, dass es in Indien absolut unueblich ist fuer Frauen Alkohol zu trinken oder in eine Bar zu gehen. Sobald die Maenner betrunken seien, wuerden sie sich oft daneben benehmen, also lassen wir uns lieber wieder ein Parcel packen und gehen schnell in unser Hotelzimmer. Prost!

 

Kodaikanal (Hillstation in den Western Ghats)

04.08.2007

Mit dem Minibus erleben wir eine Fahrt in die Berge mit wunderschoenen Ausblicken. Es wird spuerbar kaelter und wir haetten es lieber, wenn der Fahrer die Tuer zumachen wuerde. Ab und zu tummeln sich Affen auf der Strasse, der Bus kriecht muehsam die Serpentinen empor.
Bei einem Wasserfall machen wir Halt. Beliebter Fotostop fuer die Inder. Schilder mit Alkohol und Rauchverbot!! Kodaikanal ist eine sog. Hillstation, damals von den Englaendern errichtet, um der sengenden Hitze im Flachland zu entgehen. Die einheimischen Bergvoelker verdraengten sie in hoeher gelegene Regionen. Fortan wurden Tee- und Gewuerzplantagen aufgebaut.

So sieht hier ein typisches Mittagessen aus, auf dem Bananenblatt serviert und mit der Hand gegessen. Lecker!

Hier oben ist es tatsaechlich empfindlich kalt. Die Menschen tragen Muetzen, dicke Tuecher, Vliespullis, aber laufen barfuss. Manch eine Fusssohle sieht aus wie der Grand Canyon, total zerfurcht. Viele Inder nutzen das Klima fuer Wochenendausfluege. Sie paddeln auf dem See, reiten eine Runde, schiessen auf Luftballons oder radeln mit dem Tandem um den See. Bei jeder Runde werden wir erneut gegruesst. Einige Jugendliche tanzen bei ohrenbetaeubend lauter Musik auf der Strasse.
Rund um den See liegen riesige Anwesen mit herrlichen Blumengaerten, streng eingezaeunt.

Abends geniessen wir ein koestliches vegetarisches Essen in einem blitzsauberen Restaurant mit gutem Service fuer wenig Geld. Wir essen mit der Hand, mit der rechten natuerlich, meistens vom Bananenblatt. Ein sehr direktes Erlebnis.

 

Trekking in Kodaikanal

04.08.2007

Frueher Vogel faengt den Wurm!! Heute stehen wir frueh auf, vermissen zum ersten Mal warmes Wasser zum Waschen, und gehen auf eine Trekkingtour mit Mr. Sekar, einem sehr kompetenten und angenehmen Guide.
Unsere Tour fuehrt uns entlang der Berge durch dichtes Farngestuepp, um uns viele bluehende Blumen, die Sekar uns alle benennt und manchmal ihre medizinische Wirkung erklaert. Hier in den Bergen werden viele natuerliche Oele und Salben hergestellt, insbesondere Eukalyptusoel.

So frueh am Morgen haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Taeler. Weit entfernt ein Dorf, welches auch heute noch nur zu Fuss in einem 3 – 4 stuendigen Trekk zu erreichen ist. Welch himmlische Ruhe muss es dort geben. Nach ein bis zwei Stunden kommen die Nebelschwaden bzw die Wolken immer dichter. Alles wirkt unwirklich und mystisch. Dann ploetzlich klart es wieder auf.
An einigen Stellen muessen wir sehr aufpassen, denn es geht 2000m steil den Abhang hinunter und uns bleibt nur ein sehr schmaler Pfad, der zudem glitschig ist. Spaeter erreichen wir eine kleine Ansiedlung von Haeusern, eine himmlische Ruhe, dann klettern wir endlos hinab ueber eine natuerliche Treppe aus Baumwurzeln.

Wir erreichen einen kleinen “Teastall”, eine “Ich-AG”, von denen es in Indien so viele gibt! Hier ruhen wir uns bei Chai und Breadomelette aus. Sekar bereitet uns eine Avocado und eine Ananas zu, ausserdem eine Sternfrucht. Wir schauen hinab in die Tiefe, wie tief ist nicht zu erkennen, denn nun sitzen wir in den Wolken.

Weiter klettern wir bergab und erreichen den Delphinfelsen, eine Art Felsnase, die sehr weit ins Nichts ragt. Sehen tun wir nicht viel, schwindelig ist uns trotzdem!! Zwei kleine Kinder bauen ihren Getraenkestand auf einem Plastikstuehlchen auf. Verdursten muss man hier nicht! Kinderarbeit in reinster Form!
Hier neben dem Internetcafe gibt es einen Winestall, wo wir uns wieder ein Parcel packen lassen und dann nichts wie weg!!

 

Suedspitze von Indien, Kaniyakumari

14.08.2007 

Mit dem oeffentlichen Bus fahren wir von Kodaikanal aus den Bergen wieder hinab in die Ebene Richtung Sueden nach Kaniyakumari. Das ist die suedlichste Spitze von Indien.
Die Busfahrt ist der reinste Horror. Es wird ohne Unterbrechung gehupt, ueberholt, gehupt, abrupt die Strassenseite gewechselt, so dass man das Gefuehl hat, der Bus muesse umkippen. Stundenlang fahren wir ueber eine halbfertige Autobahn, rechts und links verlassene Haeuser, zerstoerte Doerfer durch den Autobahnbau. Traurig anzusehen.

Trotz Oropax sind wir voellig geraedert, als wir anch 10 Stunden in Kaniyakumari ankommen. Hier treffen drei Meere zusammen, der Golf von Bengalen, der Indische Ozean und das Arabische Meer. Von der gleichen Stelle aus kann man hier Sonnenauf- und untergang sehen. Wenn die Sonne untergeht, geht auf der anderen Seite gleichzeitig der Mond auf, begleitet von Musik.

Im Fischerdorf herrscht eine friedliche Stimmung.

Wir spazieren durch ein typisches Fischerdorf mit kleinen bunten Haeusern, wo sich das Leben gemeinschaftlich auf der Strasse abspielt. Ueberall werden wir freundlich gegruesst, viele christliche Kirchen gibt es hier.
Wieder einmal krass: hinter den Fischerhuetten die dicken Hotels fuer die Touristen und die vielen Pilger, die hierher kommen zu einem grossen Tempel und zu zwei grossen Felsen, die dem Ort vorgelagert sind. Auf dem einen Felsen hat 1829 ein gewisser Vive Kananda meditiert und nun wurde ihm zu Ehren ein Tempel errichtet.

Wir sehen ein Foto, wie die Riesenwelle des Tsunami auf den Felsentempel klatscht. Alle haben ueberlebt, sie retteten sich in den Tempel. Auf dem anderen Felsen steht die 50 m hohe Statue eines Poeten.

Morgens stehen wir frueh auf und klettern auf das Hoteldach, um bei sakraler Chormusik den Sonnenaufgang anzuschauen. Sehr schoen!!
Am Strand lass ich mich beim Kauf von Zuchtperlen uebers Ohr hauen…

 

Varkala in Kerala

14.08.2007

Wir steigen in einen fast leeren Zug und sind kurz geschockt ueber die Holzbaenke in der zweiten Klasse. Zum Glueck sind es nur 4 Stunden bis Varkala, einem touristischen Strandort in Kerala.

Hier wird jeder Platz genutzt

Der Zug fuellt sich in Nullkommanichts und schon bald sitzen wir nicht nur zu fuenft auf einer Bank, sondern auch ueber uns, in der Gepaeckablage sitzen bzw. liegen zwei Maenner. Schon bald ruht ein schlafender Kopf auf Ritas Schulter. Ein Mann gibt uns zu verstehen, dass wir hier nun aussteigen muessen, aber eigentlich ist er nur scharf auf unseren Sitzplatz, denn in dem gerammelt vollen Abteil sitzt er uns schon fast auf dem Schoss, bevor wir ueberhaupt aufstehen koennen. Da die Inder immer derartig draengeln, haben wir Angst, nicht aus dem Zug zu kommen mit unseren dicken Rucksaecken. Aber, wie durch ein Wunder, teilt sich die Menge und wir kommen raus. Puuh!! Bei der Abfahrt haengen einige Maenner schon aussen am Zug.
Mit der Motorrikscha fahren wir auf die Klippen von Varkala und finden sofort ein schoenes Zimmer mit Balkon und Meeresblick. Hier geht es allgemein westlich zu, was man auch an den Speisekarten erkennen kann. Italienisch, franzoesich, deutsch, mexikanisch, israelisch und sogar thailaendisch kann man hier essen. Bier gibt es auch, diskret in ein Stueck Stoff gewickelt, es soll unter dem Tisch abgestellt werden. In Kerala ist es in der Oeffentlichkeit verboten zu rauchen und Alkohol zu trinken, ueberall!

Am indisch gepraegten Strand in suedlicher Richtung finden seltsame Zeremonien statt. Ein Priester mixt allerlei Kraeuter zusammen, verbrennt sie fuer die Glaeubigen, die ihn mehrfach umrunden. Sie tragen die Kraeuter auf dem Kopf zum Meer und werfen die Opfergabe rueckwaerts ueber den Kopf ins Wasser. Die Maenner duerfen dabei nur ihren traditionellen Dhoti tragen, eine Art Wickelrock. Vielleicht sollen die Wassergeister beschwichtigt werden.
Viele Vorgaenge hier in Indien bleiben uns raetselhaft!

 

Endlich Fotos

14.08.2007 

Endlich gibt es Fotos! Zu sehen auf flickr.com/photos/heidrungrimm

 

Durch den Vembanad lake

16.08.2007

Mit dem Schiff geht es weiter durch einen langgestreckten See, von dem immer wieder kleine Kanaele abgehen, die sogenannten Backwaters. Wir haben uns sehr auf diese Fahrt gefreut, aber es regnet in Stroemen, der Regen steht teilweise waagerecht, so dass wir trotz Ueberdachung recht nass werden, ausserdem ist es sehr eng auf dem Boot und so werden uns die 8 Stunden doch ganz schoen lang, und wir sind froh, als das Boot, nur fuer uns, bei JiJis Homestay, kurz vor Allepy anhaelt und wir endlich aussteigen koennen.
Hier hat Marcose fuer uns ein geraeumiges Cottage inmitten der Backwaters reserviert. JiJis Frau bekocht uns fuerstlich waehrend wir in der Haengematte relaxen. Leider muessen wir diese schoene Huette nach zwei Naechten raeumen, weil eine riesige Familie alle Zimmer reserviert hat.

Hier kommen England, Kanada, Indien und Uganda zusammen, eine aeusserst sympathische Multikultifamilie, mit denen wir uns auf Anhieb gut verstehen. Leider gibt es fuer uns kein Zimmer mehr, aber JiJi und seine Frau raeumen gerne ihr Schlafzimmer fuer uns und naechtigen auf dem Fussboden im Wohnzimmer.

 

Snakeboat Race in Allepy

16.08.2007

Am Samstag haben wir die einmalige Gelegenheit, das weltgroesste Snakeboatrennen zu besuchen. Dieses Mal treten zum ersten Mal auch europaeische Frauen an.
Bei diesem Rennen sitzen 100 bis 150 Personen in einem schmalen Holzboot und paddeln um die Wette. Insgesamt treten 16 Boote mit 2500 Teilnehmern an. Am Ende des Bootes stehen mehrere Steuermaenner, gepaddelt wird im Rhythmus der Trillerpfeifen.

Schon Stunden vor dem Rennen wird in der Stadt gefeiert und getanzt, in grellen Kostuemen und zu monotoner Trommelmusik. Zu diesem Ereignis kommen Hunderttausende von Zuschauern zusammen und werden mit Faehren und Kanus zu Tribuehnen im Vembanadlake (Punnamadalake) gebracht. Es gibt auch eine VIP Buehne, wo man fuer 1000 Rupien sitzen kann.
Wir nehmen einen Platz fuer 500 Rupien, umgerechnet knapp 10 Euro. Schon Stunden vor Beginn quetschen wir uns auf unsere roten Plastikstuehle und harren der Dinge, die da kommen werden. Viele Boote kommen und es wird immer voller, auch kommen viele Polizisten. Schon bald beginnen einige Probelaeufe und man sieht diese gigantisch langen Boote. Rita steht auf und filmt, was jedoch meinem franzoesichen Sitznachbarn gar nicht gefaellt. Wieder und wieder tippt er ihr auf die Schulter und ich muss schon befuerchten, dass er gleich handgreiflich wird. Manche Leute sind einfach zu verkniffen. Spaeter stehen die Leute auf den Stuehlen und er kann sowieso gar nichts mehr sehen.

Nach drei Stunden endlich beginnt das Rennen und mit ihm die Qual. Aus diversen Lautsprechern ertoenen die Sportkommentare auf Malayalam und anderen indischen Sprachen in einer ohrenbetaeubenden Lautsprache. Der Sprecher ist kurz vorm Kollabieren vor Aufregung. Trotz Oropax empfinden wir es als Koerperverletzung und fluechten eine Stunde vor Ende der Wettkaempfe in einem kleinen Kanu.
Gegenueber auf den “billigen Plaetzen” hingegen ist die Stimmung gut. Die Leute tanzen und singen, stehen im Wasser und freuen sich.
Wir auch, denn wir sind entkommen!!!

 

Backwatertour

24.08.2007 

Inzwischen ist natuerlich wieder viel passiert. Nach dem Bootsrennen haben wir eine Fahrt durch die Backwaters (innenliegende Gewaesser und unzaehlige Kanaele) gemacht, die frueher dafuer gebraucht wurden, Kokosnuesse und Reis zu transportieren. Auf so einer Tour faehrt man in einem geflochtenen Reisboot durch kleine Kanaele, haeufig stehen Kinder am Ufer und winken. Man sieht ein friedliches Dorfleben an sich vorueberziehen.

Diese Fahrt war absolut entspannend. Drei Passagiere und drei Angestellte, da kann man nicht meckern, oder? Leckere Lobster und andere Gerichte werden exklusiv fuer uns zubereitet, waehrend wir auf einer Liege luemmeln und die Eisvoegel beobachten.
Die Landschaft gleitet an einem vorueber. Einige Haeuser liegen auf schmalen Daemmen zwischen Kanal und tieferliegendem Reisfeld. Teilweise sind diese Haeuser von Wasser umspuelt. Die Bewohner muessen ein Boot benutzen, um sich fortzubewegen. Fuer uns eine Idylle, fuer diese Menschen sicherlich nicht immer einfach.

Zwischendurch ein kleiner Stopp, wir wandern durch das Dorf und besichtigen einen Toddy shop (Kallu shap). Hier wird in kleinen “Separes”, eigentlich Holzverschlaegen, der vergorene Saft der Kokospalme genosssen. Wirklich sehenswert. Wir nehmen eine Kostprobe und kaufen eine Flasche.

Am naechsten Morgen sehen wir den “Toddy tapper”, der die Kokospalmen “melkt”. Am Abend wandern wir entlang eines Reisfeldes und muessen erkennen, dass man nach dem Genuss von zuviel Toddy Schwierigkeiten haben wird, auf dem schmalen zugewachsenen Damm die Balance zu halten!

 

Abseits der touristischen Pfade

24.08.2007 

Rita, Heidrun und Marcose
ein gutes Team

Auf unserer tollen Tour durch die Backwaters hat uns wieder Marcose begleitet, mit seinem Gipsfuss. Wir haben ihn zwei Wochen nicht gesehen und freuen uns. Im Anschluss werden wir mit einem schoenen Ambassador Taxi abgeholt und fahren die 60 km nach Palluruthy, nahe Fort Cochin, wo Marcose mit seiner Familie (Mutter, zwei Brueder und Schwaegerinnen sowie deren vier Kindern) lebt. Hier koennen wir den normalen indischen Alltag hautnah mitbekommen. Die Mutter scheint zunaechst sehr skeptisch zu sein und wir wissen nicht, wie wir uns mit ihr verstaendigen koennen, aber schon bald gibt sie uns unmissverstaendliche Zeichen, was wir zu tun oder zu lassen haben. Ein etwas herber Charme, aber wir finden sie im Laufe der Zeit immer sympathischer und verstehen ihre Art der Kommunikation. Wir teilen uns das Bett von Marcose, waehrend er zu seiner Mutter zieht.

Mit dem Fahrrad erkunden wir die Gegend. Auch hier gibt es Backwaters, sehr idyllisch und von Touristen unentdeckt. Zum Fischen werden hier auch sogenannte chinesische Fischernetze benutzt (s. spaeter Foto).
Zwischendurch sitzen wir auf der Dachterrasse und geniessen die Aussicht und die leichte Brise. Der Monsun ist hier gerade zu ende und die Temperaturen sind absolut angenehm. Schon bald fuehlen wir uns hier richtig zu Hause in der Grossfamilie.

 

Thrissur, Elephanttrainigscamp

24.08.2007 

Nach vier Tagen Familienleben zieht es uns weiter. Wir erleben den Beginn des Onam Festivals, einer Art keralischem Volks- oder Neujahrsfest. Wir sehen einen Umzug, der zunaechst unserem oldenburgischen Kramermarktsumzug aehnelt, wenn man einmal von den farbenpraechtigen Kostuemen absieht. Dann kommt der sozialkristische Teil und wir bleiben offenen Mundes zurueck.

Bei einem Festumzug sehen wir dieses Phaenomen. Der Mann ist aufgespiesst, es ist keine Puppe , und er lebt offenbar. Ein Raetsel.

Ein Mann liegt waagerecht auf einem einzelnen Horn eines Bueffels. Ein anderer ist offenbar von einer langen Lanze durchbohrt. Phaenomene, die es hier einfach gibt. Rituale, Balancefaehigkeiten…..?
Wir fahren weiter in ein Elefantentrainingscamp. Am Flussufer duerfen wir helfen, die kleinen und grossen Elefanten gruendlich mit der Schale einer Kokosnuss abzuschrubben. Sie liegen genuesslich im Wasser und lassen gelegentlich neugierig ihre Ruessel umherwandern. Ich kann meinen Flipflop gerade noch einem solchen weichen Ruessel entwinden. Mit der harten Nussschale schrubbe ich hinter dem Ohr des Elefanten, der ueberall auf dem Koerper Borsten hat.

Wird es dem Mahout zu bunt, ruft er dem Elefanten Befehle zu und dieser legt seinen Ruessel erst einmal auf seinem Stosszahn ab bzw. hebt das eine oder andere Bein oder dreht sich um. Die Elefanten verstehen hier die Sprache namens Malayalam. Ein ausgesprochener Singsang, den wir einfach nicht lernen koennen und wollen.

Wer hat schon einmal mit einem Elefanten gekuschelt, der einen freundlich mit seinem Ruessel beruehrt.

Zu guter Letzt darf ich noch mit dem Elefanten “kuscheln”. Er hebt freundlich den Ruessel fuers Foto waehrend ich meinen Kopf auf den seinen lege. Ein schoenes Erlebnis! Zurueck im Camp durefen wir aufsteigen und ich sitze unmittelbar hinter dem Kopf, die Fuesse unter seinen warmen Ohren. Ganz schoen hoch und schaukelig auf einem 37 jaehrigen ausgewachsenen Elefanten!

 

 

Thrissur, Varga, Ayurveda Kur

24.08.2007

Weiter geht es in ein kleines Dorf in der Naehe der kulturellen Hochburg Thrissur. Wir sind froh, die Stadt zu verlassen und finden uns wieder in einer schoenen, friedlichen Kokospalmen- und Reisfeldergegend.
Hier haben wir wieder ein ganzes Haus fuer uns. Es ist erst zwei Jahre alt, mit Granitboeden versehen und bietet viel Komfort!

In der Nachbarschaft gibt es weitere ansehnliche Haeuser und wir finden heraus, dass in Kerala viele Maenner und auch Frauen in Dubai arbeiten, waehrend “Gastarbeiter” aus Tamil Nadu inzwischen in Kerala die “niederen” Arbeiten erledigen. 
Frauen tragen auf ihren Koepfen (in Schuesseln) fast das gesamte Baumaterial in alle Stockwerke, waehrend die Keraler in Luxushotels in Dubai ihr Geld verdienen.

Wir lernen Anand kennen, einen Meister in den Gebieten Ayurveda, Yoga und Kalari, einer uralten keralischen Kampfsportart, die vom Kung Fu als Grudnidee uebernommen wurde. Ein Mann mit Charisma, wie wir in den folgenden Tagen immer mehr feststellen!
Zunaechst sind wir jedoch etwas skeptisch, denn in Kerala wird in Sachen Ayurveda auch viel Schindluder getrieben. Wir sind hier nun aber an einem voellig untouristischen Ort und auch das Ambiente entspricht nicht dem eines Spas, sondern eher dem einer Hexenkueche mit Folterkammer.

Trotzdem lassen wir uns zunaechst, nach eingehender Beratung mit Pulsdiagnose, auf eine Massage auf der Strohmatte ein. Bekleidet nur mit einem selbstgebastelten Lendenschurz liegen wir nach gruendlicher Einoelung auf einer Babywickelunterlage (Motiv: Weltkarte).
Eine brennende Oellampe steht am Boden, daneben unser Massageoel in einer Metallschale, waehrend Anand eine Art Gebet spricht. Fortsetzung folgt, wir muessen essen, hier hat alles seine Ordnung!!

 

Fotos

27.08.2007

Nach einem Rückflug in der Businessclass, bzw. fuer mich sogar in der Firstclass sind wir hier trotz Erkaeltung erholt angekommen. Schoen, wenn der Flieger ueberbucht ist!!
Es gibt wieder neue Fotos auf der Seite Flickr.com anzusehen.
Ueber einen kleinen Gruss im Gaestbuch wuerden wir uns auch riesig freuen!

 

32 comments on “Indien 2007

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