Thailand

Bangkok, ein Erlebnis

01.02.2004

Also, wenn man , so wie ich, quasi um Mitternacht hier ankommt, nach einem fast 12 stuendigen Flug, und dann kein Zimmer bekommt, dann ist Bangkok schon ein ganz schoener Hammer!! Selbst um diese Zeit tost das Leben unvermittelt weiter, und das nicht nur in der Kao San Road, wo die meisten Traveller sich aufhalten. Zig Staende, wo um diese Zeit noch frisches Essen gebrutzelt wird, fliegende Haendler, die ihre Fisherman Hosen verkaufen, Alt – Hippies, die hier ihre neue Heimat gefunden haben. Zu guter letzt hab ich dann doch noch ein Zimmer gefunden, sehr einfach aber sauber und unglaublich laut!! Dieses Zimmer hab ich m ir dann auch noch mit einer Australierin geteilt, welche ich im Taxi kennenlernte.
Am naechsten Tag, nach einem anstaendigen Fruehstueck sah die Welt schon anders aus. Trotz der vielen Hostels hier war es jedoch immer noch nicht einfach, ein Zimmer zu finden. Hier sind einfach unglaublich viele Menschen. Leider auch sehr viele Europaer aeltern Baujahres, die hand in Hand mit blutjungen Thaimaedchen spazierengehen.
Ich hatte mir Bkk jedoch viel schlimmer vorgestellt. Um die Stadt ein wenig zu erkunden, bin ich einfach auf eines der vielen Expressboote gegangen, welche wie Busse auf dem Fluss hin- und herfahren. Das ist schon mal sehr interessant. Man muss ziemlich schnell auf das Boot aufspringen, und schon legt es nach einem bestimmten Pfeifsignal eines Bootsmannes wieder ab. Es bieten sich einem hier sehr bunte und vielseitige Bilder: in orange gekleidete Moenche, wackelige Holzpfahlbauten, die am Flussufer stehen, die Veranda voller bluehender Topfblumen und Palmen, goldfarbene prachtvolle Palaeste und Pagoden, riesige Tuerme, Cafes und Restaurants, aber leider auch unglaublich viele Betonbauruinen, mit teilweise mehr als 30 Stockwerken. Die Architektur hier ist unglaublich. Hypermoderne Glasbauten mit zig Stockwerken neben Bretterbuden oder Wellblechhaeuschen. Jedes Haus hat hier einen eigenen kleinen Altar, egal wie schaebig das Haus auch sein mag. Irgendwo sieht man immer einen kleinen goldenen Altar bzw. eine Pagode mit brennender Kerze.
Das Bootfahren machte mir soviel Spass, dass ich es am naechsten Tag gleich wieder ausprobierte. Von einer Endstation zur anderen ist man ueber zwei Stunden unterwegs und kann zwischendurch immer mal wieder aussteigen. Gestern stieg ich denn auch gegen 18 Uhr an der Endstation aus, um mich in einem sehr belebten Stadtteil wiederzufinden. Ueberall Garkuechen mit den verschiedensten Gerichten und Zutaten, die man noch nicht gesehen hat. Fruechte, so gross wie ein aufgeblasener ovaler Luftballon, mit Dornen dran. Im Inneren finden sich dann mehrere gelbe Samen, die aussehen wie kleine Paprika und sehr gut und aromatisch schmecken.Die Verstaendigung ist allerdings schwierig. Hier gibt es nur noch die sogenannte Brezelschrift, keiner spricht Englisch!! Also mutig drauflosprobiert! An einem chinesischen Stand lasse ich mir im Wok ein Gericht mit Kalamaris und Gruengemuese zubereiten, was keine 4 Minuten dauert. Der Koch arbeitet in einem Affenzahn! Ich zeige einfach auf die Zutaten und losgehts!
Als ich nach dieser koestlichen Mahlzeit um 19.30 wieder auf die Faehre warte, muss ich leider feststellen, das das letzte Boot schon weg ist!! Dies wird mir mit Handzeichen klargemacht, die einen Irrtum ausschliessen. Ein junges Maedchen ist so nett und bringt mich zu einer Bushaltestelle und zum richtigen Bus. Auch die Verstaendigung im Bus ist aeussert schwierig. Selbst wenn man sagen kann, wohin man moechte, bleibt immer noch die singende Aussprache und Betonung , die man nicht nachmachen kann!!
Nach fast zwei Stunden Busfahrt durch absolut untouristische Stadtteile deutet der Busfahrer zur Tuer und zeigt nach links. Ich steige aus, gehe nach links, und siehe da, nach 5 Minuten befinde ich mich im richtigen Stadtteil!! Ganz schoen klasse!

 

Kho Tao

09.02.2004

Seit einer Woche bin ich nun schon auf der Insel Kho Tao im Golf von Siam. Diese Insel wird hauptsaechlich von Tauchern besucht, aber das Schnorcheln ist hier auch grossartig. Ueberhaupt habe ich mich inzwischen sehr fuer das Schnorcheln begeistern koennen, nachdem ich anfangs eher aengtlich war. Kho Tao ist eine wunderschoene kleine Insel, man kann fast alle kleineren Orte zu Fuss erreichen, manche lassen sich auch nur per Boot erreichen. Obwohl es hier schon recht touristisch ist, gibt es immer noch Buchten, in denen man fast allein ist. Seit drei Tagen bin ich nun endlich nicht mehr allein, weil meine lieben Freunde Rita, Barni und Ilja gekommen sind. Wir haben uns ein richtig gutes Resort gegoennt hier, vielleicht das Beste auf der Insel. Es gehoert einem aelteren Hollaender, einem “Hanfbaron”. Mit viel Sinn fuer Aesthetik und Details und einer Vorliebe fuer naturgewachsenes Holz hat er hier ein Resort mit kleinen Pavillons, Fackeln, Sitzgruppen und unterschiedlichen Bungalows errichtet. Plastikflaschen sind in der anlage nicht erlaubt! Hier lassen wir es uns so richtig gutgehen, ich habe fast das Gefuehl nun richtig “Urlaub” zu machen, nach dem staendigen und schnell aufeinanderfolgenden Ortswechseln in Neuseeland. Leider gibt es ja hier die Huehnergrippe, ueber die hier aber niemand spricht. Wir informieren uns ueber die oertliche Presse. Eigentlich hatte ich geplant nach Vietnam zu fahren, dort gibt es inwischen 13 Tote und sowieso eine aeusserst schlechte medizinische Versorgung, so dass ich diesen Plan eventuell fallen lasse.
Gestern habe ich meine erste Thaimassage erhalten, eine Stunde lang werden wirklich alle Koerperteile bearbeitet. Hat mir sehr gut gefallen. Wir sitzten hier gerade zu viert im Internetcafe, waehrend draussen ein tropischen Regenschauer niedergeht!! Auch mal sehr erfrischend. Viele liebe Gruesse auch an meine Schule in Brake, besonders an Heinz und Norbert.

 

Ko Samui, Ko Lanta, Ko Yum

24.02.2004

Nun bin ich schon auf der vierten Insel, naemlich Ko Yum. Hier gefaellt es mir tatsaechlich bisher am besten. Ko Samui ist mir viel zu touristisch und auf Ko Lanta muss man schon suchen, bis man ein ruhiges Plaetzchen findet. In manchen Resorts werden neben allerlei Rauchwaren auch “Pilze” verkauft. Daher sind die Angestellten auch alle sehr relaxt. Das probiere ich jedoch nicht aus. Auf einem Nachtmarkt habe ich allerdings ohne lange nachzudenken geroestete Maden und eine Heuschrecke probiert. War gar nicht schlimm. Den grossen schwarzen Skorpion hab ich mir dann doch lieber einpacken lassen!* Ein sehr interessante Hoehle haben wir auf Ko Lanta besichtigt. Allerdings sehr abennteuerlich. Nichts abgesichert, alle hatten Grubenlampen und zum Schluss mussten wir auf dem Bauch liegend durch eine enge Roehre robben. Aber es hat Spass gemacht und alle waren total dreckig!

* Anmerkung von Mootje:
Heidrun hat zwischendurch immer mal wieder einiges an Gepäck nach Hause geschickt und so kam der Skorpion dann per Post zu mir! Ich wusste nicht wohin damit und habe ihn im Gefrierschrank deponiert und mich dann jedes mal erschrocken, wenn ich mir da eine Pizza raus geholt habe…

 

°° Nach einem Abstecher nach Myanmar wieder in Thailand °°

Chiang Mai, Thai Massage

24.03.2004

So, nun habe ich meinen Thai Massage kurs erfolgreich absolviert! Zieht euch warm an, wenn ich wieder zurueck komme!! Die genaue Bezeichnung ist Nerv Touch Massage! Das sagt doch schon etwas, oder? Mama Lek, an die 70 Jahre alt, ist die grosse Meisterin dieser Kunst. Sie hat schon viele Auszeichnungen erhalten. Ihre Praxis betreibt sie mit ihrem Sohn Jack, der Fussreflexzonenmassage unterrichtet und mir ihrem Sohn Maem, der das Management betreibt und ausserdem fantastische Textilien aus Thai Seide verkauft und liebevoll dekoriert. Er lebt zusammen mit seinem amerikanischen “Mann” und einem adoptierten Sohn. Der Unterricht war doch sehr ganzheitlich und familieneingebunden. Diese Thaifrauen unterrichten taeglich ihr Programm und lassen sich in diesem Zusammenhang natuerlich auch staendig selbst massieren. Sie sind alle unglaublich gelenkig! Zwischendurch schlafen sie dann aber doch mal auf der Matte ein, oder berichten ueber Essgewohnheiten. Z.B. wird hier in Nordthailand sehr gerne auch mal Hund gegessen, allerdings nur im Winter und nur schwarze Hunde! Man isst hier jedoch nicht , wie in China, frisches Affenhirn, das gefaellt ihnen dann doch nicht!
Die Massage ist eine Mischung aus Akupressur und Krankengymnastik bis hin zu chiropraktischen Uebungen. Ausserdem wird noch mit Heilkraeutern gearbeitet.
Morgen fange ich mit einem Kochkurs an.
Uebrigens muessten nun endlich Fotos kommen, und zwar von Myanmar, die ich heute abgeschickt habe.
Liebe Gruesse an alle, schreibt mir doch mal wieder.
Ganz liebe Gruesse auch an Ilja, Rita und Barni!!

 

Pai, Nordthailand

31.03.2004

So, endlich neue Bilder auf der Seite. Ich war gerade ganz oben im Nordwesten von Thailand in einem kleinen freakigen Ort am Fluss. Ueberall einfache Bambushuetten mit duennen Matten auf dem Boden und vielen Insekten zu Besuch. Auf dem Markt konnte man lebende dicke Froesche oder bereits Gegrillte am Spiess kaufen!! Hab ich aber nicht. Stattdessen bin ich, wie man sieht, auf einem Elefanten geritten. Das ist ziemlich beeindruckend, vor allem ohne Sitz. der Elefant hat ueberall ganz pieksige Haare und einen ziemlich breiten Ruecken, so dass meine Beine heute noch schmerzen. Im Fluss haben wir dann zusammen gebadet. Der Elefant hatte grossen Spass daran, uns immer wieder abzuwerfen. Man musste sich an seinen Ohren festhalten. Ein gigantisches Tier!! In drei Tagen fahre ich dann nach Laos und Mitte April nach Vietnam!! Nun muss ich zu meinem Fussreflexzonen Massagekurs!!

Frohe Ostern an alle!! Ist doch bald, oder?

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